Übergang in die SEK I

In Nordrhein-Westfalen besuchen die Kinder in der Regel für einen Zeitraum von vier Jahren die Grundschule und müssen sich danach für eine weiterführende Schule entscheiden.

Als weiterführende Schule kommen Bildungseinrichtungen verschiedener Schulformen in Betracht. Das Gymnasium ist bei Eltern die beliebteste Schulform. Wenn Sie sich für Ihr Kind das Abitur als Schulabschluss wünschen oder ihm diesen Weg offen halten möchten, ist das Gymnasium jedoch nicht der einzige Weg.

Bei der Übergangsentscheidung nach der Grundschule sollten Sie gründlich prüfen und sich mit der Grundschule beraten, ob das Gymnasium die richtige Schulform für Ihr Kind ist.

Dabei sollten folgende Dinge berücksichtigt werden: Auch andere Schulformen ermöglichen Ihrem Kind das Abitur, die Gesamtschule verfügt über eine eigene Oberstufe, von der Haupt- und der Realschule können Schülerinnen und Schüler (entsprechende Leistungen vorausgesetzt) in die gymnasiale Oberstufe eines Berufskollegs, einer Gesamtschule oder eines Gymnasiums wechseln und das Abitur erlangen.

Die Sekundarstufe I des Gymnasiums ist um ein Schuljahr kürzer als an den Gesamt- und Realschulen. Dies bedeutet eine Verdichtung des Lernstoffes, ein deutlich höheres Lerntempo und erhöhte Anforderungen an die Selbstorganisation der Schülerinnen und Schüler.

Das Gymnasium ist die einzige Schulform, die zwingend ab Klasse 6 für die gesamte Schulzeit die Belegung einer 2. Fremdsprache vorschreibt. Kinder, die sich bereits mit dem Erlernen der 1. Fremdsprache schwer tun, haben erfahrungsgemäß auch hier Schwierigkeiten. Diese können die Schullaufbahn belasten und sich negativ auch auf andere Schulfächer auswirken. Auch in diesen Fällen sollte der Besuch einer Gesamt- oder Realschule in Erwägung gezogen werden.

Generell ist das Bildungssystem auch nach Beendigung der Schule durchlässig.

Das Berufskolleg bietet vielerlei Möglichkeiten der weiteren Qualifikation. Darüber hinaus ist es möglich, auch ohne Abitur oder Fachhochschulreife zu studieren, sofern eine berufliche Qualifikation vorliegt.

Ihren Kindern stehen viele Wege offen!

 

aktualisiert am: 30.03.2017

 

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